Selbstverständnis der BUNTEN LIGA FREIBURG
Die BUNTE LIGA Freiburg e.V. hat neben ihrem sportlichen vor allem einen
kommunikativen und gesellschaftlichen Charakter und versteht sich als
sportpolitische und kulturelle Alternative zum DFB. Die BUNTE LIGA organisiert
sich basisdemokratisch und ist für alle Frauen und Männer offen, die ihr
Selbstverständnis teilen.
In der BUNTEN LIGA steht der Leistungsgedanke nicht im Vordergrund. Als oberstes
Motto gilt: Gewinnen Ja – aber nicht um jeden Preis.
Die Mannschaften spielen nicht gegeneinander, sondern miteinander. Dazu gehört
auch ein Spieleraustausch bei ungleicher Spieleranzahl. Die Zusammensetzung
einer BULI-Mannschaft erfolgt nicht nach fußballerischen Fähigkeiten. Eine
Mannschaft verstärkt sich nicht aus besonderen Anlässen (z.B. Endspiel),
insbesondere nicht mit DFB-Vereinsspielern.
Jedes Foul und jeder Regelverstoß widerspricht grundsätzlich dem Grundgedanken
der BUNTEN LIGA, insbesondere grobe oder vorsätzliche Fouls.
Eine BULI-Mannschaft ist eine soziale Gemeinschaft, die nicht nur den Zweck des
Fußballspielens verfolgt. Das Kollektiv der Mannschaft sorgt für die eventuelle
Disziplinierung der Einzelspieler. Eine Mannschaft verwaltet ihre Belange
basisdemokratisch.
Die BUNTE LIGA orientiert sich in Bezug auf die Spielregeln an den allgemein
gültigen Fußballregeln,
lediglich die Zahl der Wechsel pro Mannschaft (selbst über 40 Ein- und
Auswechslungen pro Spiel sind erlaubt und werden auch von einigen Mannschaften
praktiziert!)
Bei Einigung mit dem Gegner kann sowohl über eine verkürzte Spielzeit oder auf
kleineren Plätzen gespielt werden. Rückpässe zum Torwart dürfen von diesem mit
der Hand aufgenommen
Form, Farbe und Beflockung der Trikots weichen von den offiziellen "Statuten"
ab, man sollte sich aber vom Gegner unterscheiden können. Allerdings kann auch
schon mal ein Spiel, ohne Tornetze, ohne Eckfahnen und mit nur schwach oder gar
nicht abgekreideten Linien in die Wertung kommen.
Außerdem kann es aufgrund fehlender Spielerpässe auch vorkommen, dass in einer
Mannschaft Spieler agieren, die man von anderen Teams kennt, dass "man"
plötzlich von einer Frau abgegrätscht wird, dass einem ein Kind oder ein
vermeintlicher Greis den Ball wegspitzelt.
Über Spielbetrieb und Regelwerk wacht als Exekutivorgan die "Bunte
Liga-Sitzung", nach Dafürhalten der meisten Mitglieder (Abgesandte jeder
Mannschaft) ein besonders diskussionsfreudiges Forum, das neben der "Erörterung
ethischer Leitlinien für das korrekte Verhalten auf dem Platz" aber auch schon
drastische Konventionalstrafen (Ausschluss einer ganzen Mannschaft vom
Spielbetrieb für eine Saison) verhängt hat.